Atomkraft. Ja, bitte.

In Japan hat eine unvorstellbare Naturkatastrophe stattgefunden, die wahrscheilich mehr als zehntausend Todesopfer gefordert hat. Ein Erdbeben, das Energien freigesetzt hat, die die Fähigkeiten der Menschen als lächerlich erscheinen lassen, hat Meisterwerke der Ingenieurkunst zerstört, eine Flutwelle hat Kulturlandschaften hinweggespült. Aber wenn man in Deutschland Nachrichten schaut, bekommt man den Eindruck, es gebe vor allem zerstörte Kernreaktoren, und die Katastrophe sei in erster Linie ein Super-GAU in japanischen Kernkraftwerken. Während die Japaner unter den Folgen blinder Naturgewalten leiden, tun wir Europäer so, als hätte eine Technologie versagt.

Nichts ist falscher als das. Was auch immer in den nächsten Tagen in den Atomanlagen Japans passiert: Vor allem zeigt sich, wie gut diese auf den größten anzunehmenden Unfall vorbereitet waren, und welche Meisterleistung die Techniker dort zum Schutz der Menschen vollbringen. Die Sicherheitssysteme haben den Naturkräften standgehalten, die Bevölkerung konnte evakuiert werden, bisher ist kaum Radioaktivität freigesetzt worden. Selbst wenn die Situation sich weiter verschlimmert, werden die Folgen der Zerstörung des Kraftwerkes, gemessen an den Folgen der Naturkatastrophe, lächerlich gering sein.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit von Überschwemmungen durch die globale Erwärmung größer wird, durch den Anstieg des Meeresspiegels werden die Folgen dieser Überschwemmungen ebenfalls dramatischer. Der Klimawandel wiederum wird durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe vorangetrieben. Da sich die Menschen in China und Indien kaum für unsere Energiespar-Initiativen interessieren, kann kurzfristig nur die Kernenergie halbwegs klimaverträglich den steigenden Energiebedarf decken. Wollen wir die Folgen von Naturkatastrophen wirklich begrenzen, dann kann die Folgerung aus den Ereignissen in Japan nur heißen: Atomkraft – Ja bitte!

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