Imkers Freude

ist natürlich auch, was am Ende herauskommt, der Honig.

Aber mehr noch ist es die Faszination der beeindruckenden Lebenskraft der kleinen Tierchen, die, obgleich viele, immer als Einheit handeln. Am stärksten kommt das zum Ausdruck beim Schwärmen, wenn ein Volk sich teilt und ein Teil abfliegt, um sich einen neuen Bau zu suchen. Für den Imker bedeutet das Streß und potentiell Verlust, weil ein entflogener Schwarm kaum zurückkommt. Er kann versuchen den Schwarmtrieb zu unterdrücken, indem er den Bienen ausreichend Raum gibt (was aber nur in der Zargenimkerei geht) und die Weiselnachzucht des Volkes unterbindet. Er kann aber auch versuchen, den Zeitpunkt des Schwärmens abzupassen und den Schwarm einzufangen. Das braucht Aufmerksamkeit und Zeit, hat aber den Vorteil, wenn es gelingt, daß er statt einem starken Volk danach derer zwei hat. Noch dazu hat diese, natürlichste, Methode zur Vermehrung der Bienenvölker den Vorteil, daß hieraus mit Sicherheit gesunde, lebenskräftige, bau- und sammelstarke Völker hervorgehen. Beim Einfangen eines Schwarmes macht sich der Imker die Phase zunutze, in der der Schwarm sich sammelt und auf die Rückkehr der Kundschafterbienen wartet, die einen, für den Schwarmbau geeigneten, Bau suchen. Üblicherweise sammelt sich der Schwarm um die Königin in einem Baum,meistens so, das der Imker einige Schwierigkeiten hat Zugang zu finden. Es heist also meistens Leiter und Kletterkunst auszupacken und ein gewisses Risikoeinzugehen, will man den Schwarm im eigenen Bauwerk unterbringen. Um so größer ist die Freude, wenn der Fang gelingt.

Nun braucht der Schwarm nur noch sein neues Zuhause, und Imkers Freude ist perfekt.

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