Von einer interessanten, die Menschheits- und Naturgeschichte vereinigenden Theorie

Die Schulwissenschaft hat hohe Mauern zwischen der Erforschung des Kosmos und dem kollektiven Gedächtnis der Menschheit errichtet, das sich in Mythen, Kulten, Kunstwerken oder auch sakralen Bauten niedergeschlagen hat. Sie hat sich damit in eine erkenntnistheoretische Sackgasse manövriert, weil die Entstehung der menschlichen Zivilisationen (und schlussendlich auch unseres Bedürfnisses die Welt zu erforschen) eng mit der jüngeren Naturgeschichte der Erde verknüpft ist. Es bedarf daher keiner Trennung von geistes- und naturwissenschaftlicher Forschung, sondern interdisziplinärer Projekte, in denen das kulturelle Erbe der Menschheit daraufhin analysiert wird, inwieweit darin terrestrische oder extraterrestrische Ereignisse überliefert sind. Einen sehr interessanten Ansatz für solch eine vereinigende Theorie hat der Amerikaner Michael E. Davias entwickelt.

Davias ist davon überzeugt, dass weite Teile der Erdoberfläche in den letzten 15.000 Jahren durch eine Serie von Kometenimpakten umgestaltet wurden. Kometen bestehen zu einem großen Teil aus gefrorenen Wasser und mineralischen Stäuben, also Substanzen, die überall auf der Erdoberfläche vorkommen. Wenn wasserreiche Kometen mit einem flachen Eintrittswinkel und relativ niedriger Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringen, führt dies nicht zu den normalerweise für Metall- und Felsimpaktoren typischen kreisrunden Kraterbildungen, sondern zu eher gewöhnlichen geomorphologischen Strukturen, die von der klassischen Geologie nicht mit kosmischen Einwirkungen, sondern mit glazialen, fluviatilen oder äolischen Bildungen in Zusammenhang gebracht werden.

Einerseits haben diese Kometenimpakte verheerende Schäden auf der Erdoberfläche angerichtet, ja ganze Faunen und Kulturen vernichtet, andererseits haben sie durch ihre stofflichen Einträge auf die Erdoberfläche aber auch Umweltmilieus geschaffen, die das Wachsen von Zivilisationen begünstigten. Von unseren Vorfahren wurden die am Sternenhimmel oder in der Erdatmosphäre sichtbaren Erscheinungen als äußerst beunruhigende und bedrohliche Umwälzungen wahrgenommen, die in mündlichen, schriftlichen oder auch künstlerischen Überlieferungen ihren Niederschlag gefunden haben. So können wir heute in Legenden und Mythen lesen, dass am Himmel Götterkämpfe stattgefunden haben, Götter geboren oder gestürzt wurden, aber auch dass auf der Erde ganze Landstriche hinweggefegt oder überschwemmt wurden und die Welt in jahrelange Finsternis versank.

Als Quelle der wiederholten Impakte identifiziert Davias den Tauriden-Komplex. Die Tauriden sind ein periodischer Meteorstrom, der im November von der Erdbahn gekreuzt wird. Er ist vermutlich aus den Überresten eines riesigen, zu Beginn des Holozäns in mehrere Fragmente zerbrochenen Kometen entstanden. Einige dieser Fragmente wurden von der Erde, wenn sich ihre Bahn mit dem Tauridenstrom kreuzte, eingefangen und in eine elliptische Umlaufbahn gezwungen. Bei den wiederholten Annäherungen an die Erde kam es dann beim Überschreiten der Roche-Grenze zu einer weiteren Fragmentierung der eingefangenen Bruchstücke und schließlich zu terminalen Einschlägen. Ein erheblicher Teil der u. a. aus Sand, Lehm und Wasser bestehenden Masse des ursprünglichen Tauriden-Kometen müsste daher auf Erdoberfläche abgelagert worden sein.

Davias hat auf seiner Website Perigee: Zero (Erdnähe: Null) an einer verblüffenden Fotomontage gezeigt, wie eine solche katastrophale Ereigniskette, die durch Kometenfragmente ausgelöst wurde, die von der Erde in eine orbitale Umlaufbahn gezwungen wurden, von den damaligen Augenzeugen bildlich dargestellt wurde. Dazu hat er einen Ausschnitt aus einer ägyptischen Wandmalerei mit einem leicht manipulierten NASA-Photo des fragmentierten Kometen Shoemaker Leavy 9 kombiniert. Die Wandmalerei stammt aus dem Grab eines hohen Staatsbeamten in der Zeit des Neuen Reiches und wird üblicherweise als astronomischer Kalender interpretiert. Intuitiv überzeugt die Idee von Davias, dass der Aufmarsch der Götter mit den (überwiegend) roten Kugeln auf den Köpfen, den nächtlichen Anblick eines fragmentierten Kometen darstellt, dessen Bruchstücke auf die Erde zurasen.

In der vollständigen Wandzeichnung ist neben dem Götteraufmarsch auf der rechten Seite noch weiterer Aufmarsch auf der linken Seite zu sehen. Davias glaubt, dass die beiden Züge das Herannahen der Kometenbruchstücke vor (rechts) und nach (links) dem Umlauf um die Erde darstellt. Der Götterzug auf der rechten Seite wird durch ein Nilpferd-Mischwesen angeführt, das durch seinen aufrechten Gang hünenhaft bedrohlich wirkt. Es könnte die befürchteten Verwüstungen symbolisieren, die der Erde von dem Götterzug bzw. den marodierenden Kometenfragmenten drohen. Der auf der linken Seite dargestellte Götterzug enthält weniger Teilnehmer (und Kugeln) als auf der rechten Seite. In der hier favorisierten Interpretation der Zeichnung würde dies bedeuten, dass mindestens ein Kometenbruchstück im Verlauf der Annäherung an die Erde auf deren Oberfläche eingeschlagen ist.

Die altägyptische Astronomie verfügte weder über Teleskope noch über Theorien, mit denen sie die überwältigenden Leuchterscheinungen und die gewaltigen Verwüstungen, die sie auf der Erde anrichteten naturalistisch erklären konnten. Es blieb den Ägyptern – wie anderen alten Zivilisationen auch – daher nur die Möglichkeit, das außergewöhnliche, sich periodisch wiederholende Geschehen mythologisch zu interpretieren. Die heutige Naturwissenschaft verfügt zwar über leistungsfähige Teleskope und naturalistische Theorien, weigert sich aber, das kulturelle Erbe der Menschheit als bedeutsame Quelle für die Erforschung des Kosmos anzuerkennen. Dieser blinde Fleck (der mit einem Mangel an forschungslogischer Selbstreflexion einhergeht) bewirkt, dass die naturwissenschaftliche Forschung in weiten Teilen mehr ein Instrument der Verdrängung als der Erkenntnis ist.

Das fängt schon mit Charles Darwin an, der als Wegbereiter eines der Aufklärung verpflichteten aktualistischen Naturalismus und Sargnagel einer der Schöpfungsgeschichte verhafteten katastrophischen Bibelwissenschaft gefeiert wird. Ganz unverblümt lesen wir auf der letzten Seite seines epochalen Werkes »Über die Entstehung der Arten« eine fast religiös anmutende Beschwörungsformel: »Da alle lebenden Formen die unmittelbaren Nachkommen derjenigen sind, die lange vor der kambrischen Epoche lebten, so können wir sicher sein, daß die regelmäßige Aufeinanderfolge der Geschlechter nie unterbrochen war und daß keine Sintflut die Erde verwüstete. Wir dürfen deshalb auch vertrauensvoll eine Zukunft von riesiger Dauer erhoffen«. Diese Hoffnung ist – und dafür gab es damals schon genügend Indizien – eine gefährliche Täuschung, weil zumindest das mehrzellige Leben auf unserem Planeten mehrmals einer vollständigen Auslöschung nur knapp entgangen ist.

Ohne Frage knüpft auch die der Aufklärung verpflichtete naturwissenschaftliche Forschung an religiöse oder quasireligiöse Vorstellungen an. Sie ging – wie Darwin dies noch deutlich formulierte – davon aus (und sie tut dies in weiten Teilen noch immer), dass die Erde eine weise Konstruktion ist, die nach einem vorgegebenen (göttlichen) Plan ohne weitere übernatürliche Eingriffe auf Selbsterhaltung angelegt ist. Mit dieser Grundüberzeugung hat Darwin die naturgeschichtliche Forschung um mindestens 150 Jahre zurückgeworfen. Heute ist weithin akzeptiert, dass das Ende vieler erdgeschichtlicher Perioden von verheerenden extraterrestrisch verursachten Massensterben begleitet war. Und auch für die jüngere Naturgeschichte mehren sich die Hinweise auf gewaltige Umwälzungen kosmischen Ursprungs, die nicht ohne Einfluss auf die Gestalt der Erdoberfläche und die Entwicklung der Zivilisationen geblieben sein können. Eine naturgeschichtliche Forschung, die sich diesen Indizien und solcher Theoriebildung kategorisch verschließt, muss ein Nachbild gläubigen Schauens bleiben.

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20 Antworten auf Von einer interessanten, die Menschheits- und Naturgeschichte vereinigenden Theorie

  1. Filterraum sagt:

    danke für den interessanten beitrag.

    bezogen auf den wissenschaftlichen bereich, aber auch im alltagsverständnis hab ich immer so meine schwierigkeiten wenn von “natur” gesprochen wird. der mensch wird immer der natur gegenüber gestellt. macht das sinn?

    hier hatte ich den gedanken mal kurz angerissen…
    http://www.filtertraum.de/2007/09/05/was-ist-natur/

    • andre sagt:

      Natur ist nach Kant das Dasein der Dinge, “sofern es nach allgemeinen Gesetzen bestimmt ist”. Dh erst die intelektuelle Durchdringung des Wahrgenommen bring so etwas wie “Natur” hervor und stellt alles unter diese abstrakte Kategorie summierte dem erkennenden Subjekt gegenüber. Die Frage ist also nicht so sehr, ob die Gegenüberstellung Sinn macht, sondern mehr die, wie wir mit den Konsequenzen umgehen.

  2. Vielen Dank für die Kommentare, aber… ich glaube es ist hier nicht der richtige Ort eine philosophische Diskussion über Sinn und Unsinn der (alteuropäischen) Gegensatzpaare oder Gegenspieler-Begriffe ‘Natur’ und ‘Mensch’ zu führen. Fast man sie seiensmäßig oder als Gegenstandsbereiche der Wirklichkeit auf, endet das häufig bei der Frage wo der Berg anfängt und das Tal aufhört oder bei der Erkenntnis, dass Spieler und Gegenspieler (zumindest im Fall der Natur) sich gegenseitig umfassen können. Und natürlich ist auch alles Menschengemachte auf irgendeine Weise natürlich. Aber wie gesagt, ich glaube, diese Diskussion ist hier zu abstrakt und führt im Bezug auf die Intention meines Artikels nicht weiter. Ich habe die Formulierung “Menschheits- und Naturgeschichte” hier ganz harmlos ohne tiefsinnige philosophische Hintergedanken verwendet und ich glaube jeder weiß, was damit gemeint ist.

    • andre sagt:

      @Georg: ohne dir eine Diskussion aufdrängen zu wollen, muß ich aber doch anmerken, daß man die durchaus nicht willkürliche Trennung von Natur- und Geisteswissenschaften und die damit einhergehende Natur- und Menschheitsgeschichte ohne ernsthafte Philosophie nicht loswerden wird. Insofern mußt du dir bei deinem Thema (Von einer interessanten, die Menschheits- und Naturgeschichte vereinigenden Theorie) Philosophie wohl oder übel gefallenlassen – mit harmlos ist da nichts, der ganze Harm der Menscheit liegt darin ;-(

  3. Ich finde, die wirklich interessanten Fragen sind doch ganz andere. Wie hätten sich z. B. die Zivilisationen entwickelt, wenn sie wirklich in einem ihnen freundlich und verlässlich zugeneigten Umweltmilieu eingebettet gewesen wären, wie dies in Darwins Beschwörungsformel angedeutet wird. Wäre die Menschheit ohne kosmische Katastrophen überhaupt zu Bewusstsein und höheren Kulturstufen gekommen? Und hätten sich Religionen so dominant und für die Menschen existenziell entwickeln können, wenn die Sonne immerzu der uneingeschränkte, verlässliche umd warmherzige Herrscher des Himmels gewesen wäre. etc.

  4. andre sagt:

    Davias Theorie ist ja ganz interessant, aber was ich nicht sehe ist, wo hier Natur- und Geisteswissenschaft “vereinigt” werden. Er versucht halt kulturelle Artefakte in seinem Sinne zu deuten und so seine Theorie zu untermauern. Das macht Däniken auch, allerding hat er keine Naturwissenschaft dazu vorzuweisen. Ich würde sagen, die “Ägptische Spur” Davias ist durchaus interessantes Storytelling, das der Popularität seiner Theorie bestimmt zugute kommt, mehr nicht. Aber geisteswissenschaftlicht ist das wenig relevant.
    Deine Frage aber was wäre, wenn es anders wäre ist geisteswissenschaftlich betrachtet Nonsens, naturwissenschaftlich kann man sie stellen, am Ende wird es aber doch immer auf Fantasie hinauslaufen. Und möchtest du einen Roman lesen ohne Dramatik?

  5. @andre

    Sehr seichte, ja geradezu ‘angepisst’ tendenziöse Antwort.

    Auf Däniken zu rekurrieren, mit dem Betonnaturwissenschaftler nun auch jede Hinzuziehung von alten Überlieferungen bei der naturwissenschaftlichen Theoriebildung abwürgen, wäre nun wirklich nicht nötig gewesen, es sei denn Du betrachstest extraterrestrische Kometenfragmente, die von unseren Altvorderen am Himmel für kämpfende oder stürzende Gottheiten gehalten wurden, als intelligentes außerirdisches Leben.

    Und auch Dein Rekurs auf ’storytelling’ in Zusammenhang mit Davias Theorie ist ziemlich neben der Spur, wenn man weiß, dass das ‘adaptive storytelling’ jahrtzehntelang eine der Hauptbeschäftigung seriöser darwinistischer Evolutionsbiologen war, um jegelich Erscheinigungsform des lebens (und sei sie auch noch so skurril) zu erkklären.

    Bis auf eine verfängliche Stelle steht eigentlich nirgendwo in meinem Text, dass ich Natur- und Geisteswissenschaft vereinigen möchte. Wozu auch? Ich bin nur der Überzeugung, dass die Naturwissenschaft in Fragen der Naturgeschichte unseres Planeten, ohne die Interpretation des kulturellen Erbes der Menschheit als zusätzliche Quelle, keinen Schritt vorankommt, sondern nur ein Nachbild gäubigen Schauens beleibt. Und ohne Frage bedarf die Interpretation des kulturellen Erbes eher einer geisteswissenschaftlichen Methodik.

    Kurzum wenn ich geahnt hätte, in welche Richtung der Hase hier in der Diskussion läuft oder laufen soll, dann hätte ich im ersten Abschnitt statt “Es bedarf daher keiner Trennung von geistes- und naturwissenschaftlicher Forschung,” geschrieben “Es bedarf daher keiner strikten Trennung von geistes- und naturwissenschaftlicher Forschung,”. Davon abgesehen schrieb ich ganz deutlich: “Es bedarf interdisziplinäre Projekte, …”. Mir bleibt rätselhaft, wie man daraus auf die Erfordnernis einer Vereinigung von Natur- und Geisteswissenschaft schließen kann.

    • andre sagt:

      Der Däniken war natürlich als Provokation gedacht, ist doch auch das einzige wozu er taugt;-) Im übrigen sind wir wohl gerade dabei uns in ein Mißverständnis zu verknoten, deshalb nur nochmal dieser Satz aus meiner ersten Antwort an Filterraum: Die Frage ist also nicht so sehr, ob die Gegenüberstellung Sinn macht, sondern mehr die, wie wir mit den Konsequenzen umgehen.

      • Was die von Dir in den Raum gestellten “Konsequenzen” angeht, müsstest Du noch etwas deutlicher werden. Aber erstmal bin ich froh, dass Du meinen, auf Deine Stichworte hin ausgelösten Ärgeranfall gelassen und nicht allzu persönlich genommen hast. Die Foren sind halt Arenen, in denen nicht immer (oder nur selten?) mit fairen oder sachlichen Mitteln attackiert wird. Eine dieser unsachlichen Waffen ist für mich aber auch , dass wohlgemeinte Kidnapping der Intention eines Artikels.

        • andre sagt:

          zu dem Umgang mit den Konsequenzen muß ich weiter ausholen und dich erstmal vertrösten. Was aber das Kidnapping angeht, mußt du zugestehen, daß du selbst mit der gewählten Überschrift den Fokus so gesetzt hast, daß Filterraums Frage gar nicht abwegig war.

  6. Filterraum sagt:

    entschuldigung für meinen kommentar. ich hab mich in der tür geirrt

  7. @ Filterraum

    Hier braucht sich niemand für einen sachlichen Hinweis zu entschuldigen, außer vielleicht der Blogbetreiber, wenn er schlecht recherchiert hat.

    Mein zur Diskussion stehender Artikel bietet sehr viele Rockzipfel für interessante Diskussionen. Dass hier nun ausgerechnet über das vieldeutige Gegenspielerpaar “Natur und Kultur” philosophiert werden soll, geht mir insofern auf den Nerv, als dass ich als Student mein ganzes Geographendasein damit verleben durfte und spätestens seit meiner wissenschaftstheoretischen Diplomarbeit über das geographische Landschaftskonzept weiß, dass die Diskusion forschungslogisch wenig fruchtbar ist.

  8. Dr. Webbaer sagt:

    off-topic:
    Lieber Herr Menting, haben Sie eigentlich die E-Postnachrichten vom Webbaeren erhalten?

  9. Tut mir leid, das ist alles kompletter Unsinn: bei der ägyptischen Tafel geht es ausschließlich um Astrologie. Richtig ist allerdings, daß “Die Schulwissenschaft () hohe Mauern zwischen der Erforschung des Kosmos und dem kollektiven Gedächtnis der Menschheit errichtet hat … “.

    Die “Kugeln” sind Mondphasen: (inclusive zwei Neumonde ohne Farbe). Die Nilpferd-Göttin (selbst ein Dunkel-Mond) ist Thoeris, der Himmelspool, aus dem, nach dem Glauben der Ägypter, auch der Nil entsprang, dessen Herrin diese Beschneidungs-Göttin ist …

  10. Es könnte gut sein, dass sich in dieser alräpyptischen Wandmalerei, die üblicherweise als astronomischer Kalender interpretiert wird, nicht nur – wie von Davias vermutet – kosmische Bedrohungen durch einen Kometen, sondern auch die Geburtswehen der Astrologie dokumentieren.

  11. Nur, damit wir uns richtig verstehen, Herr Termin: Mit ‘Geburtswehen der Astrologie’ meine ich vorrangig, zuerst war die Bedrohung aus dem All und dann die Frage der verängstigten Menschen an die Sternbeobachter und -deuter, ob die Reise unter einem günstigen Stern oder bösen Kometen etc. steht.

    • Ich glaube, es geht tiefer noch – Astrologie ist aus tieferer Gelassenheit gewoben, braucht sehr sehr lange Beobachtungszeiten, bei freiem Blick ebenso, wie unter Lichtausschluss im inneren der Höhle (Hünengrab) und reiner Sichtigkeit der Innenwahrnehmung, bevor sich etwas tatsächlich zu einem Bild verdichtet, und da ist den “Alten” wesentlich mehr Gründlichkeit zuzutrauen – allein schon wegen der Himmelswahrnehmung in ihrer unabgelenkten Unmittelbarkeit und dem tieferen Wissen über das innere Licht der Imagination – was “Die Bedrohung aus dem All” betrifft, halte ich die alten Astrologen für Mittler, keineswegs Manipulierer, deren Aufgabe es war, Realitäten zu vermitteln, die tatsächlich so angesichtig waren und sind.

      Die Orientierung am Himmel geht sicher auf die Zeit vor der großen Flut zurück und ist von daher kolportiertes Wissen.

      Allerdings waren – wie ich glaube – jene “Bedrohungen aus dem All” anderer Natur, als Du meinst, wenngleich es diese Impacts natürlich gegeben hat und gibt, keine Frage.

  12. Was die wahre Sicht der Dinge oder der Außenwelt angeht, ist halt jeder seinen kaum oder nur schwer veränderbaren, an tiefe Emotionen gekoppelten Grundüberzeugungen verhaftet.

    Allerdings neigen sie oder genauer gesagt wir alle dazu, korrupt zu sein, und das gilt für die alten Priester und Astrologen genauso wie für die modernen Wissenschaftler und ‘Scienceblogger’.

  13. Pingback: »Europa greift nach den Sternen« | Wunderkammer

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